Gespeichert unter: RPG-News | Schlagworte: Dungeonslayers, Monster, Rollenspiel

Alles Gute, Dungeonslayers! Das handliche Rollenspiel wird 1, und das wird gefeiert. Stilecht zünde ich natürlich keine Kerze an, sondern eine Fackel. Und in diesem Fackellicht können die Geschenke ausgewickelt werden. Passend zum Computer-RPG-Hype des Jahres, Torchlight, habe ich ein paar Kleinigkeiten vorbereitet:
- Ein wichtiges Element bei Torchlight und Diablo sind Manatränke. Auch wenn es bei Dungeonslayers kein Mana gibt, können vielleicht folgende Tränke einen Ersatz anbieten.
- Das „Pet“ bei Torchlight wird in vielen Rezensionen als die Diabloklon-Innovation per se bezeichnet. Folgendes Talent bringt ein ähnliches Tier an die Seite des Charakters,
- Schnelles Zauberwechseln geht bei Action-CRPGs auf Knopfdruck. Mit dem folgenden Talent kriegt das auch der Dungeonslayer-Zauberwirker hin.
- Die Torchlight-Charakterklasse Destroyer kann mit „Slash Attack“ alle Gegner um sich herum angreifen. Sicher auch für den Dungeonslayers-Krieger nützlich.
- Vanquisher können bei Torchlight mit einem „Ricochet“-Schuss mehrere Ziele treffen. Das können Späher nun auch.
Die Monster
Was wäre ein digitales RPG ohne ein eigenes Signaturmonster – und hunderte von anderen Spielen inspirierte Monster. Wirklich originell sind bei Torchlight eigentlich nur die fledermausartigen Varkolyn.
- Der Kampfluchs ist eine domestizierte Großkatze.
- Fledermausleute lauern in dunklen Grotten und verlassenen Minen.
- Flederzauberer sind die Anführer der Fledermausleute. Manche beherrschen auch weitere Zauber und besitzen magische Gegenstände.
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Dungeonslayers © Christian Kennig


Uah, tödlicher Dung!
Ein schönes Weblink für Fantasy-Rollenspieler und Mediävisten gleichermaßen: The Medieval Bestiary
Wer schon immer einmal wissen wollte, welche Perlen der Weisheit die mittelalterliche Zoologie bereithielt, dem sei diese Seite empfohlen. Besonders schön finde ich die These von der Feindschaft zwischen Drachen und Panthern, illustriert durch zahlreiche Bilder auf denen sich Drachen vor dem „süß riechendem“ Atem von Panthern in Sicherheit bringen. Meistens in Vogel-Straß-Taktik, mit dem Kopf in der nächsten Erdhöhle.
Toll sind aber die Lebewesen, die es bisher in noch kein mir bekanntes Rollenspiel-Bestiarium geschafft haben. Etwa der oben abgebildete Bonnacon, der Verfolgern sein Hinterteil zuwendet, um sie mit seinem „wie Feuer brennenden“ Dung zu beschießen – treffsicher bis auf 400 Meter Entfernung. Plinius der Ältere hatte es wohl nicht so mit der Quellenkritik.
Ein weiteres Highlight ist der Hydrus, eine Schlange, die sich mit Schlamm einschmiert und dem nächsbesten Krokodil in den Rachen springt, um das Tier dann von innen aufzufressen. Ich wusste gar nicht, dass Gigers Alien einen so frühen Vorläufer hatte.
The Medieval Bestiary ist ein wahres Schatzkästlein an solchen frühen zoologischen Berichten und hunderten, wundervollen mittelalterlichen Illustrationen. Nicht nur für Monsterfreunde, sondern auch für kulturhistorisch Interessierte eine spannende Web-Lektüre.

Dachse beim Bergbau
Jaha, eine neue Kategorie: Monsterfilmrezension!* Und warum? Um den Lesern etwas Neues zu bieten? Weil ich es kann? Oder weil Jack Brooks: Monster Slayer so hart rockt? Vielleicht. Kommen wir nun zur Rezension.
Wer ist dieser Jack Brooks eigentlich? Mr. Brooks ist ein Klempner. Als er noch ein Kind war wurde seine Familie bei einem Campingausflug von einem Monster gefressen. Ein trauriges Schicksal. Kein Wunder also, dass der erwachsene Jack (Trevor Matthews) seine Aggressionen nur mühsam in den Griff kriegt. Deswegen hat er Probleme mit seiner nervigen Freundin, mit dem Chemie-Kurs, den er in der Abendschule besucht und mit seinem Psychiater, der natürlich Mr. Silverstein heißt. Während wir Jack beim Versagen im Alltag beobachten, sehen wir gleichzeitig, wie sein Chemie-Professor Crowley (sic), gespielt von Robert Englund (sic!), etwas in seinem Garten ausgräbt: Eine Kiste, die nicht nur Menschenknochen, sondern auch ein pechschwarzes Herz enthält. Ein immer noch schlagendes Herz…
Der Film bietet neben dem Alltag eines aufbrausenden Klempners und einem amokkotzenden Robert Englund auch – passend zum Titel – jede Menge Monstrositäten: einen japanischen Tentakeldämon, mehrere fleischfressende Mutanten, einem Waldtroll und sogar einen afrikanischen Zyklopen – Booya! Übrigens alle Kreaturen sind handgemacht, keine einzige eine schnöde Computeranimation. Und auch wenn es ein wenig dauert, bis es zu blutigen Gewaltexzessen und massivem Monsterschlachten kommt, bietet der Film doch jede Menge Spaß.
„So… He ate your hand? How did you dig the hole?“ „God dam it, it wasn’t easy!“
Mein Fazit: Sieben von Zehn blutigen, herausgerissenen Herzen – und eine angebissene Niere.
*Ja, da muss ich mir noch einen ganz toll lustigen Wortspieltitel einfallen lassen.