Ich hab Worte: Schwunbehagen

Sexy Crossdresser

Kein Fall von Schwunbehagen

Das diffuse Gefühl eines aufgeklärten, nicht-homosexuellen Mannes, das Gegenüber halte einen selbst für homosexuell. Meistens nach einer missverständlichen Äußerung. Aufgrund der immer-noch Tabuisierung von Homosexualität auch nicht Nicht-Homophobiker leicht unangenehm. Die oder der andere könnte vielleicht seltsam reagieren. Oder man sieht romantische Absichten gegenüber seiner Gesprächspartnerin vereitelt. Warum auch immer, der Schwunbehagen verspürende will die Lage aufklären.
Das Dilemma ist aber folgendermaßen: Urplötzlich zu sagen: „Ich bin gar nicht schwul!“ klingt nach homophobem Tourette. Man will weder ein sexistisches „Ich hasse die Homos auch, Kamerad.“ noch ein „Ich aber. Hast Du ein Problem damit?“ als Antwort riskieren. Im weiteren Verlauf versucht man dann, die Konversation in eine heteronormative Richtung zu lenken. Oder beiläufig die eigene Ex-Freundin zu erwähnen. Was natürlich auch nichts beweist.
Schwunbehagen gibt es natürlich auch als Lesbunbehagen, Hetunbehagen und Biunbehagen.

„Und dann hab ich der Barkeeperin gesagt, dass der diesjährige CSD viel besser als der vom letzten Jahr war.“  „Wolltest Du sie nicht nach ihrer Telefonnummer fragen?“  „Ja, aber die nächste halbe Stunde hab ich voller Schwunbehagen immer wieder über Fußball geredet.“  „Und dann sie hat dich gefragt, welchen Typ aus der Nationalmannschaft Du am heißesten findest, hab ich recht?“  „Cacau. Aber auf eine total heteronormative Weise!“

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Eingeordnet unter Wort, Wortspinnerei

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