Monatsrückklick Mai

Slow News: Was im vergangenen Monat alles klickenswert war

Herzlich willkommen zum zweiten Mownatsrückblick!

Wuppertal

Spannend war der talwaerts-Talk am 21. Mai. Teilnehmer, Einzelhändler und Kritiker haben über den Sinn und Unsinn der Online City im Kontakthof diskutiert. Zum einen war dort zu hören, dass die Online City mehr sein will als „Unsere Sachen kannste auch online bestellen.“, zum anderen konnte man miterleben, wie die Organisatoren sich emotional mit dem Projekt verbunden fühlen.

Medien

Was ich in diesem Monat gelernt habe: Ich kann als freier Journalist nicht für alle Medien in Wuppertal arbeiten. Das habe ich natürlich schon gemerkt, als ich bei Medium A angefangen habe. Da wurde ich gefragt: „Du arbeitest nicht bei B? Gut, die würden Dir keine Aufträge mehr geben.“ Jetzt habe ich bei C angefangen und von D – die sich ohnehin seit ein paar Monaten nicht mehr gemeldet hatten – einen Anruf erhalten, dass ich nicht mehr für sie schreiben kann. E hat sich dann auch gemeldet, dass C ein Konkurrent um Anzeigenkunden sei und das leider nicht mehr geht. Ich fordere ein Organigramm dieser komplexen Wechselwirkungen.
Gelesen habe ich dann noch einen sehr großartigen Artikel von Andrea Diener in der FAZ: Wie erkläre ich Kindern das mit der Homo-Ehe. Zitat: „Die meisten Gegner der Homo-Ehe reden nämlich gerne davon, wie normal sie selbst sind. Sie reden auch gerne von ihrer normalen Frau und ihren normalen Kindern. Aber der schwule Arbeitskollege soll dann lieber nicht erzählen, dass er am Wochenende mit seinem Mann im Theater war, das ist dann nämlich nicht normal und deshalb privat.“
Im weniger bürgerlichen Medium, dem Lower Class Magazin, gab es dann noch den lesenswerten Artikel „Dreckige Asylanten“, „Hurensohn-Lokführer“, „Sozialschmarotzer“ über Klassenhass.

Escapismo

Eines der Kino-Highlights war die Pressevorführung von A World Beyond. Toll: Der Film feiert den Wissenschafts-Optimismus der Sechziger. Aber ohne auf die sozialen Probleme der Zeit einzugehen. Für den Fischpott gesehen und drüber geschrieben. Noch eskapistischer wurde es beim Besuch der Star Wars Identities mit Fischpott-Kollegin Britta: Ausführlicher Bericht bei Fischpott. Am Handtuchtag gab es für mich übrigens eine Begegnung der 2001. Art:

Kunst

Auf der Chaos Cologne hat die Illustrantin ihr Cozy Chaos präsentiert und waschechte Hacker zum Stricken gebracht hat. Sehr beeindruckend war der Vortrag von Wermke und Leinkauf, die in einer Kunstaktion die beiden US-Flaggen auf der Brooklyn Bridge gegen weiße Flaggen ausgetauscht haben. Später hat die Illustrantin mit ihrer Häkel-Fraktalkunst einen Philosophen aus dem Wuppertal besucht:

Video des Monats ist Black Angel, ein Fantasy-Kurzfilm aus den Achtzigern. In Großbritannien lief er als Vorfilm von Das Imperium schlägt zurück und galt danach als verschollen.

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