Archiv der Kategorie: RPG-News

Extreme Overkill

space gothic extreme overkill coverEndlich! Auf der SPIEL 2011 fiel es mir in die Hände: Extreme Overkill. Raumschiffe, Waffen und mehr für das SF-RPG Space Gothic. Und meine erste Hardcover-Mitveröffentlichung. Als David Grashoff vor etwa drei Jahren eine E-Mail an mich mit den Worten „Hab ich keine Zeit für. Wär das was für dich?“ weitergeleitet hat, war ich selig. Mitschreiben beim Relaunch von Space Gothic? Das deutsche Science-Fiction-Rollenspiel, das ich in meiner Teenagerzeit sehr geliebt habe? Nichts lieber als das! Die Mitarbeit am Grundregelbuch erschöpfte sich dann zwar in einem Gespräch mit Christian Lonsing von Ulisses, aber ein paar Gedanken daraus meine ich doch in den Regeln wiederzufinden. Zum Glück kam später die Anfrage für den ersten Quellenband Extreme Overkill, und ich habe mit Freuden mitgearbeitet. Aber worum geht es eigentlich?

Kurz gesagt ist Space Gothic ein Rollenspiel im Weltraum. Die Spieler schlüpfen in Rollen von Raumpiloten, Soldaten und Agenten im 23. Jahrhundert. Die Menschheit hat einen Großteil der Erde atomar verseucht, rechtzeitig einen Überlichtantrieb entwickelt und das Universum besiedelt. Dann gab es Krieg zwischen der TSU (der Terranischen Staaten-Union) und dem Konzern Shark Investments, aus der die TSU und der eng mit ihr verbundene Konzern Prometheus Technical Industries siegreich hervorgingen. Natürlich alles düster, wie sich das für ein Rollenspiel aus den Neunzigern gehört. Die Regierung ist korrupt, die Existenz außerirdischer Monster wird vertuscht, religiöse und andere Fanatiker säen Terror während die Bürger von den Medien eingelullt werden. Aufgelockert wird das allerdings durch einen sarkastischen und manchmal zotigen Humor. Alles ist nur ein Spiel. Richtig schön ist das Setting wegen seiner Vielseitigkeit. Neo-Noir à la Blade Runner, Horror wie in Alien, Action wie bei Total Recall oder Neo-Western wie Outland. Es geht um Menschen im All, die sich auch in der Zukunft nicht zu moralisch besseren Wesen entwickelt haben. Nicht so schön sind die Regeln. Ähnlich wie Call of Cthulhu, nur nicht so angenehm einfach. Viele Tabellen mit Trefferzonen, zahlreiche Möglichkeiten für Geisteskrankheiten und haufenweise Ausrüstungsgegenstände. Fast nur für Zahlenfetischisten und Kleinkramaufschreiber spielbar. Genau das richtige für mich und meine rollenspielenden Freunde in den Neunzigern.

T-Rex 800 aus Space Gothic Extreme Overkill

Der T-Rex 800. Fabelhafte Illustration von Florian Stitz

Extreme Overkill war für mich also eine Rückkehr in ein bekanntes Universum. Jetzt, etwas mehr als zwei Jahre nachdem ich alles niedergeschrieben habe, kehre ich beim Durchblättern erneut zurück. Und entdecke, dass mein Einleitungssatz im Kapitel „Kriegsführung im 23. Jahrhundert“ von neuen Erkenntnissen überholt worden ist. Ich lasse Commander Emma Kaur sagen: „Seit der Homo sapiens sapiens den Neandertaler mit Faustkeilen ausrottete …“ Dabei hat sich in der Zwischenzeit herausgestellt, dass sich die Neandertaler und unsere Vorfahren wohl doch vermischt haben. Aber die aggressive Ausrottungs-Version passt besser in das brutale Space-Gothic-Universum, dessen Timeline ohnehin im Jahr 1999 abweicht. Zukunftsvisionen und Forschungsergebnisse werden halt schneller obsolet als Eintagsfliegen geriatrisch. Großen Spaß hatte ich bei der Erschaffung der Dinosaurier. Wie im Vorgänger Overkill II sind geklonte Dinosaurier für die Kavallerie des 23. Jahrhunderts dabei. Jurassic Park meets Starship Troopers. Zwar vollkommen großartig, aber auch – Einwand von Redakteur Christian Lonsing – etwas schwachsinnig. Wer braucht Klonsaurier, wenn er Panzer hat? Die Lösung: Shark Investments hat Kampfsaurier aus Freizeitpark-Dinos gezüchtet, um sie an unwirtlichen und technologiefeindlichen Orten einzusetzen. So hat das Team aus Christian, Peer Bieber, Heiko Oertel und mir aus den beiden Overkill-Bänden der alten Version Extreme Overkill gemacht. Und wir sahen, dass es gut war.

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Große Slayereien werfen ihren Schatten voraus

Wie jeder Fan des freundlichen Retro-RPGs aus der Nachbarschaft weiß, steht die Release der vierten Edition von Dungeonslayers vor der Tür. Wahrscheinlich könnt Ihr die erste analoge Version des künftigen Klassikers schon auf der SPIEL ’10 in Essen durchblättern. Während der Testphase konnte ich ein wenig mitmischen und auch den einen oder anderen Charakter erstellen.

Erster Testcharakter ist ein Späher. Eine interessante Frage beim RPG-Design ist meiner Ansicht nach: Kann ich auch einen überlebensfähigen Allrounder spielen? Najm de Ren ist so ein spielerischer Jedermann, ein Hansdampf in allen Gassen. Auf Stufe 1, denn jeder fängt mal klein an.

Für höhere Stufen war Chlod der Kratosier mein Testcharakter. Unverkennbares Vorbild ist einer meiner Lieblings-Videospielcharaktere, der trotz seiner Göttlichkeit ein ziemlich fieser Möpp ist. Auf Stufe 11 ist Chlod ein ziemlicher Killer – der allerdings kaum einen schweren Treffer wegstecken kann. Allein Ausweichen III  könnte ihn retten. Denn mit Chlods beiden Attacken pro Runde ist der Gegner nach drei Runden ohnehin Geschichte.

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Laser und Bogen

Nein, es geht hier nicht um ein SF-Zusatz für Dungeonslayer oder den bekannten Wookie-Bowcaster (siehe links). Zwei meiner Ansicht nach interessante RPG-Projekte sind jetzt online anzusehen: Der erste Fanwerk-Band für Dungeonslayer und eine Preview von Raumhafen Adamant.

Auf der Sehne bietet Freunden von Pfeil und Bogen (also Elfenspielern) zusätzliches Material. Da kann der eigene Bogen gepimpt oder auch die neue Klasse Runenschütze gespielt werden. Aber das ganze ist keine offizielle Erweiterung sondern Fanwerk, denn es geht schon ein wenig über die schön simplen Dungeonslayerregeln hinaus.

Raumhafen Adamant ist ein SF-Rollenspiel von André Wiesler mit Illustrationen von Volker Konrad. Da ich eine der Testspielrunden mitgemacht habe, kann ich die Selbstbeschreibung als schnelles, actionreiches und buntes RPG nur unterschreiben. Die Spieler können in die Haut exotischer Aliens (und natürlich auch Menschen) schlüpfen und Abenteuer auf dem Urlaubsplaneten Adamant erleben. Kommt bei Ulisses raus, und hier gibt es schon eine kostenlose Kurzversion.

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Willkommen in Huntville

Merkwürdige Dinge geschehen im kleinen Städtchen Huntville im Jahr 2013. 13 mysteriöse Todesfälle … Moment, 13 Todesfälle? 13 … wie in Kader 13?

Genau, ein Abenteuer für Kader 13 ist erschienen – natürlich umsonst und im Internet. Ob wirklich der Tod in Huntville lauert? Warum 13 Opfer? Wer ist der 13. Apostel? Was hat Barack Obama mit dem Kader 13 zu tun? Das ist ja wie in einer Mystery-Serie, Batman! Und wie jetzt zu dem Abenteuer kommen? Einfach der 13 folgen.

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Panther ahoi!

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.

Auch wenn Rilkes Panther ein Klassiker ist, geht es hier nicht um Dichtkunst sondern um den neuesten Dungeon-To-Go für das Instant-RPG Dungeonslayers. Da Die Fracht der Bannterra Sieger im Wettbewerb um den Dungeon2Go 2009 geworden ist, wartet Dungeonmaster Christian Kennig mit einer Fortsetzung auf: Der Schatz der Bannterra. Und was das ganze mit dunkel gefärbten Großkatzen (biologisch richtig: Schwärzlinge des Leoparden) zu tun hat, erfahren mutige Helden beim Durchspielen des Moduls.

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